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„Heute ist schon der letzte Tag vor der Operation,¡° dachte er und lief hastig durch den Korridor des Krankenhauses. ¡°Morgen, morgen wird sie in den Operationssaal geschoben.¡°
Der junge Mann dachte nur weiter aber wusste nicht, dass seine Miene alle seine Sorgen und Unruhe verrieten. er trug eine T¨¹te Obst und eine warme Suppe und öffnete die T¨¹r. In diesem Zimmer lag jetzt seine Frau, jung und zärtlich, die beste Frau f¨¹r ihn auf der ganzen Welt. aber zur Zeit lag sie im Bett und schlief gl¨¹cklicherweise so tief wie selten. Sie war krank, schwer krank. die Ärzte hatten ihn informiert, dass sie nicht länger als ein Jahr am leben bleiben könnte, selbst wenn die Operation von morgen gelingen w¨¹rde. Was sollte er nun tun? Er wollte alles tun, um sie zu retten, aber was konnte er denn tun? Niemand konnte es ihm sagen. Er vertiefte sich in ein trauriges, kraftloses Gef¨¹hl, ohne zu bemerken, dass seine Frau schon aufgewacht war.
„Bist du schon lange hier? ¡°fragte sie mit schwacher und leiser Stimme.
„Nein, nur seit gerade. Wieso schläfst du nicht weiter? Du solltest dich noch ausruhen.¡°
„Ja, ich weiß, morgen werde ich operiert...... aber das wollen wir vergessen! Sag mal wie geht¡¯s unserer Tochter? Trinkt sie gerne Milch?¡°
Das junge Ehepaar hatte eine zweijährige Tochter, einen echten Engel. Die Tochter und der Mann waren die wertvollsten Schätze f¨¹r die junge Frau. Sie wusste, dass sie nie genesen w¨¹rde, aber wie konnte sie ihre Lieben verlassen? Die Tochter war zu jung, um schon die Mutter zu verlieren! Wie konnte man ihr erklären, dass ihre Mutter bald sterben w¨¹rde? W¨¹rde sie sich eine Stiefmutter gefallen lassen? Solche Gedanken störten sie seit einiger Zeit. Um sich um die Zukunft der Tochter k¨¹mmern zu können, hatte sie sich entschlossen, jene Idee durchzuf¨¹hren, worauf sie schon vor einiger Zeit gekommen war. Oder gibt es vielleicht doch Wunder, wenn alles gutging.......
Aber leider war das Gl¨¹ck nicht erschienen. Die Frau starb am vierten Tag nach der Operation. ihr Mann hatte nicht einmal genug Zeit, sich aus dem Elend zu erholen, weil die Tochter täglich weinend die Mama suchte. Der junge Vater war wirklich ratlos. Zu einem zweijährigen Kind konnte er nicht einfach sagen, dass die Mutter gestorben war. Er wiederholte dem Kind die gleiche Ausrede mehrmals: ¡°Ruhig, ruhig! Mama ist einkaufen gegangen. Sie kommt bald zur¨¹ck, ok? Nicht weinen, nicht weinen!¡°, Aber das Kind weinte immer noch. bis der Vater endlich alle Geduld verlieren und die Wahrheit schreien w¨¹rde, kam ein Päckchen mit einem Brief an.
Der Mann öffnete den Brief und entdeckte, dass das die Schrift seiner Frau war. Er las den Brief rasch durch und verstand endlich alles. Er rief seine kleine, weinende Tochter und öffnete vor ihr das Päckchen. Es war eine Kassette. Nachdem die Kassette in den Rekorder eingelegt worden war, floss daraus eine zärtliche weibliche beruhigende Stimme: ``Hi, mein Schätzchen, wie geht¡¯s dir ? Warst du brav ? Mutti ist im Moment auf einer Dienstreise und wird ziemlich lang fortbleiben. Sei doch ein gutes Mädchen und hör auf Vati, okay ?¡¡´´ Die milde Melodie machte das Kind bald ruhig und die lustigen Erzählungen von den Geschichten auf der Reise machten es wieder froh. Der junge Vater wurde schließlich entlastet, aber zugleich kamen Tränen in seine Augen. Danach erhielt die unvollständige Familie alle zwei Wochen einen Brief, jedes Mal las ihn der Vater seiner Tochter langsam und gef¨¹hlsvoll vor. Die letzte konzentrierte sich völlig darauf. In diesem Monat war ihre Mutter in New York und dann in Paris. Vorgestern hatte die Mutter ein kleines Geschenk im Disneyworld f¨¹r sie gekauft, und ¨¹bermorgen w¨¹rde Mutti l lernen, eine neue Sorte Kuchen zu backen. Die Zeit verging ruhig und still, in friedlicher Stimmung. Anfangs weinte die Tochter noch ab und zu, aber nach und nach erwähnte sie ihre Mutter immer seltener. Sie fragte nicht mehr so oft wie fr¨¹her: `` Wann wird Mama zur¨¹ckkommen? sondern sie hörte dem Brief aufmerksam aber schweigend zu.
So gingen zwei Jahren vorbei. Die Tochter war schon vier. Sie schien sich daran gewöhnt zu haben, keine Mutter zu haben. Aber häufig betrachtete sie die schönen Frauen im Fernsehen, die ebenso goldene Haare und eine milde stimme wie ihre Mutter hatten. Der Vater hatte es bemerkt, aber wusste nicht, was er tun sollte. Er glaubte, dass sie jedenfalls eine Mutter haben musste. Aber er f¨¹rchtete, dass sie keine Stiefmutter akzeptieren w¨¹rde, außerdem glaubte sie immer noch, dass die Mutter nur auf Reisen war. Er geriet zum zweiten Mal in Schwierigkeiten. Gerade da kam der neueste Brief, in dem die Frau zu dem Mann sagte, dass er mal ¨¹berlegen sollte, wieder zu heiraten. Sie versprach ihm, dass alles gut gehen w¨¹rde. Der junge Vater konnte ihren Tod nun viel besser, ruhiger akzeptieren. Er machte sich ernste Gedanken ¨¹ber diese Sache. Er hatte eine Kollegin, die ihm schon seit langem ihre Sympathie zeigte. Sie war auch eine schöne Frau, zärtlich, elegant, wie jene, die er verloren hatte. Schließlich war er fest entschlossen, sie nach Hause zu bringen. Aber er sagte ihr im voraus die Wahrheit ¨¹ber seine Tochter und die Briefe von der verstorbenen Frau. Die Kollegin war sehr ger¨¹hrt, sie liebte diesen Mann auch sehr. Sie versprach ihm, dass sie ihr Bestes tun w¨¹rde, mit seiner Tochter gut umzugehen.
An einem Nachmittag traten die beiden in die Wohnung ein. Die Tochter spielte gerade auf dem Boden mit ihrem Teddybär. Der Vater rief sie und sagte, aber zögernd und mit Kummer in der Stimme: ``Hey, warum bleibst du immer noch dort? Schau mal, wer da ist? Mutti, Mutti ist heimgekommen! Freust du dich nicht? Papa hat dir die Mutti gebracht!´´ Aber das Kind schwieg, schaute die Frau mit einem fremden Blick an. Die Frau schaute zur¨¹ck und legte ihre Aktentasche auf, setzte sich neben das Mädchen und fragte es in der zärtlichsten Stimme: ``Mein Schätzchen, willst du nicht mit Mama spielen?´´ Auf einmal brach es zu weinen und schrie: ``Wieso kommst du so spät zur¨¹ck? Ich vermisse dich täglich!´´ Die Frau umarmte das Kind und beruhigte es weinend:`` Entschuldigung Schatz, Entschuldigung. Mamas Schuld war das. Aber jetzt bin ich hier, und ich werde dich nie wieder verlassen. Nicht weinen, Mama ist hier, nicht weinen.´´ Mutter und Tochter umarmten sich so heftig, dass der Vater aus tiefer R¨¹hrung auch weinte und die beiden in seine Arme nahm ¡¡
Endlich war die Familie wieder komplett, was die echte Mutter mit ¨¹ber hundert Briefen erlangt hatte, die sie im Krankenbett in den letzten Tagen mit Liebe und Mut m¨¹hsam aber gewissenhaft geschrieben hatte.
von Moni