Liebeskummer

Reinhard Leitner

 Am Abend kommt man müd´ nach Hause, 
man macht sich schnell noch eine Jause. 
Beim Fernseher sitzt man dann gemütlich, 
allmählich wird man nun betrüblich. 

Die Gefühle fliegen nur so herum, 
mal ist man heiter mal wieder stumm. 
Ein wunderschönes Mädchen geht einem
nicht mehr aus dem Herzen, 

und jeden Abend leidet man große Schmerzen. 

Einerseits will man das Mädchen vergessen, 
andererseits ist man von ihr besessen. 
Man kann nicht einfach sagen: “Es war ein Versehen”, 
die Gefühle, ja die bleiben weiterhin bestehen. 

Es ist leichter wenn man das Mädchen nicht sieht, 
und in eine Traumwelt entflieht. 
Wo diese Schmerzen leichter werden, 
aber am liebsten würde man doch sterben. 

 

Lange in dieser Traumwelt kann macht nicht sein, 
man kommt zurück; man ist wieder allein. 

Man sitzt immer noch beim Fernseher,
nicht mehr so gemütlich, 

und schneller wird man abermals betrüblich. 

Man sitzt so da und denkt daran, wie dies alles hier begann. 
Man wollte ja nur ein anderes Mädchen vergessen,
und jetzt; jetzt ist man von einem neuen hübschen Mädchen besessen. 

Viel unerträglicher ist es wenn man das Mädchen noch sieht;
dies fast jeden Tag, 
und sie so ungeheuer mag. 

Lieber Gott sag doch wie soll man sich von ihr befreien,
´mal ehrlich: am liebsten würde man doch schreien. 

Doch dieser Schrei, meist leise, wird nicht vernommen, 
man kann nicht schlafen,
man wird mehr und mehr benommen. 

Das Essen schmeckt schon Tage nicht mehr, 
ein glücklicher fröhlicher Tag ist schon sehr lange her. 

Doch irgendwann wacht man auf von diesem Traum, 
die Probleme lösen sich auf wie Seifenschaum. 
Man wird wieder glücklich wie vor dem ersten Tag, 
ein anderes Mädchen, dass man so ungeheuer mag.