Rosentheorie
A
Am Straßenrand bl¨¹hen viele Rosen voller Dornen. Drei Passanten gehen vorbei.
Der erste geht in Eile, deswegen hat er die Szenerie nicht gesehen und nicht
bemerkt, wie schön sie ist.
Der zweite seufzt resigniert: ¡°An Blumen gibt es Dornen.¡°
Der dritte bewundert sie: ¡°An Dornen gibt es Blumen.¡°
Der erste ist fade, die Schönheit bewegt ihn ¨¹berhaupt nicht. Der zweite denkt
pessimistisch, er hat nichts als das Negative im Kopf. Und der dritte? Ja, ein
Optimist!
Und Sie? Welchem Typ gehören Sie an?
B
Am Wegrand bl¨¹hen Rosen, reizvoll und duftend. Drei Passanten finden sich von
den Blumen angezogen.
Der erste gerät in große Freude und greift nach den Blumen, ohne nachzudenken.
Leider wird er nur von ihnen verletzt.
Der zweite wagt es dann nicht mehr, die Gefahr auf sich zu nehmen, solche
Schmerzen zu erleben.
Der dritte streckt seine Hand ganz umsichtig aus und bekommt die schönste und
größte Blume.
In der Nacht träumen die drei von den Rosen. Aus Angst schreit der erste; der
zweite hört die Rosen seufzen; der dritte sieht die Rosen lächeln.
C
Im Unterricht kommen die Geschichten von den Rosen zur Sprache.
Am Ende fragt der Lehrer: ¡°Was f¨¹r einen Eindruck haben Sie von Rosen?
Der erste Sch¨¹ler antwortet: ¡°die schrecklichen Dornen¡°.
Der zweite Sch¨¹ler erwidert: ¡°die lieben Blumen¡°.
Der dritte bringt seine Meinung zum Ausdruck: ¡°Ich nehme mir vor, einen neuen
Typ von Rosen ohne Dornen zu erfinden.¡°
Nach vielen Jahren treffen sich die drei zufällig wieder. Aus dem ersten und dem
zweiten ist nichts geworden. Der dritte ist als Erfinder f¨¹r seine Fähigkeiten?
und Leistungen weltweit ber¨¹hmt.
Flora
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